Achtung! Rote Liste!
Aussterbende Haus- und Nutztiere ?
Dass die Berggorillas oder der sibirische Tiger vom Aussterben bedroht sind, weiß sicher jeder von uns! Aber Haus- und Nutztiere? Brauchen wir wirklich Initiativen um alte und gefährdete Nutztierrassen zu retten?
Ja, leider sind sie dringend notwendig!
Denn wer kennt sie noch, das Bunte Bentheimer Schwein, das Ramelsloher Huhn oder das Rauhwollige Pommersche Landschaf? In den verschiedenen Regionen Deutschlands wurden, wie auch anderswo auf unserem Erdball, über Jahrhunderte eine Vielzahl unterschiedlicher Nutztierrassen gezüchtet. Diese passten sich hervorragend an ihre Umgebung an, kamen etwa mit besonderen Klimabedingungen oder Besonderheiten "der Scholle" gut zurecht. Mit der zunehmenden Modernisierung der Landwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging das Interesse an diesen alten Landrassen verloren und verdrängte diese durch den Einsatz gewinnversprechender Hybriden und Hochleistungsrassen.
Heute wissen wir, dass damit ein wichtiges genetisches Potential mit Eigenschaften wie Robustheit, Langlebigkeit, Genügsamkeit, Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten u.s.w. unwiederbringlich verloren ging, bzw. immer noch verloren geht. Zudem sind die alten Rassen, welche über Jahrhunderte unsere Vorfahren begleiteten, ein zu schützendes Kulturgut, vergleichbar mit einem alten Baudenkmal oder Kunstwerken. Als das Problem des Rassesterbens erkannt wurde, war es vielerorts schon zu spät. So ist z.B. das Deutsche Weideschwein seit einigen Jahren ausgestorben.
(Copyright www.vieh-ev.de, Stand 07. März 2010)
Kennzeichen:
(Copyright www.vieh-ev.de, Stand 07. März 2010)
Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. schreibt zum Angorakaninchen folgendes:
Weiß, albinotisch (rote Iris) oder leuzistisch (blaue Iris), auch alle anderen Farben ohne Zeichnung. Ausnahme: Russenzeichnung in schwarz und braun.
Vor- und Hinterhand nahezu gleich breit – Walzenform. Ohren aufrecht getragen, adulte Rammler mit deutlich kräftigerem Kopf als Häsinnen.
Das Gewicht liegt zwischen 3,5 – 5,5 kg.
Eigenschaften/ Leistung:
Eigenschaften/ Leistung:
Wollerzeugung und Schlachtkaninchen.
Besonderheiten:
Besonderheiten:
Langhaarigkeit durch Mutation. Die Behaarung wächst unaufhörlich und muß regelmäßig geschoren werden. Das Wollvlies ist sehr dicht und regelmäßig. Je nach Land und Standard unterschiedliche Anforderungen (Population).
Bestand:
Bestand:
Es gibt nur noch vereinzelt engagierte Züchter.
Gefährdungsgrad:
Kategorie I (extrem gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.